Die Anfänge

 

 

Die Gründung Bettmar wird zum ersten Mal im Jahre 1204 urkundlich erwähnt. In einer Urkunde des Hildesheimer Johannisstiftes wird Grundbesitz in “Betmer” genannt. Die Endung “mer” bzw. “mar” ist eine Ableitung des althochdeutschen “Mari” und deutet auf eine sumpfige und fruchtbare Niederung hin. In der Tat: der Boden um Bettmar herum gehört zu den fruchtbarsten in ganz Norddeutschland.

 

Die ersten Jahrhunderte Die kleine Siedlung wuchs zu einem Bauerndorf. Im Zuge der Errichtung einer Landwehr um die Stadt Hildesheim wurde Bettmar zum östlichsten Punkt dieser Befestigungsanlage mit einem Durchlass für Handel und Verkehr.

1431 errichtete man einen Wachturm und kurz darauf einen Schlagbaum. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde diese Wachanlage bei Auseinandersetzungen des öfteren zerstört.

Wachturm und Schlagbaum bilden das Bettmarer Wahrzeichen und sind im Wappen dargestellt.

Um 1700 wurde das Hauptgebäude der Anlage - es brannte 1613 nieder - wiedererrichtet und später erweitert. Reisende, die vor “Toreschluss” die Stadt Hildesheim nicht mehr erreichen konnten, fanden hier Gelegenheit zur Übernachtung. 1819, als der Pass für die Stadt Hildesheim nutzlos wurde, erwarb ein Privatmann die Anlage und richtete ein Wirtshaus ein. Bis vor wenigen Jahren war der “Bettmarer Pass” gastronomisch bewirtschaftet.

Es geht die Legende, dass auch Napoleon auf seinem Feldzug gegen Russland in Bettmar Station machte. Ob´s stimmt? Möglich wäre es immerhin, denn Bettmar liegt verkehrstechnisch gesehen äusserst günstig an einer vielgenutzten Ost-West-Verbindung (siehe auch “Geographisches”).